Dringend notwendiger Ausbau zum Wohl unserer Kinder und Familien

Der Verein ZEMI (Zentrum Mittengraben) plant den Bau eines Schulgebäudes, direkt angrenzend an die Schulanlage Steindler.

Gemeindeversammlung Unterseen am 7. September 2026 – bitte unterstützen Sie mit Ihrem JA!

News & aktuell

Warum? 

Der Bedarf

Das ZEMI ist eine (besondere) Volksschule mit Bildungsauftrag des Kantons Bern mit privater Trägerschaft.

Wichtige Gründe sprechen für den Ausbau:

  • Die Anzahl der schulpflichtigen Kinder mit besonderem Begleitungsbedarf steigt laufend.

  • Die bestehenden Schul-Räumlichkeiten des ZEMI sind überaltert. Ein Ausbau/Neubau am bestehenden Standort an der Mittengrabenstrasse in Interlaken ist nicht bedarfsgerecht umsetzbar.

  • Die integrative Volksschule steht zunehmend unter Beobachtung. Stimmen werden lauter, dass besondere Volksschulen wieder separat geführt werden sollen.

  • Das ZEMI entlastet die Volksschule und bedient Kinder mit besonderen Bedürfnissen fachgerecht und zum besten Wohl der Kinder und deren Familien.

  • Das ZEMI ist eine vollfunktionierende Schule und bietet besonderen Schüler:innen und ihren Lehrpersonen das optimale Umfeld zum Lernen, Leben und Lachen.

Ernst Meier, Präsident Verein ZEMI

«Das ZEMI (Zentrum Mittengraben) muss sich weiterentwickeln können, für ein gutes Miteinander in unserer Gesellschaft, für die Region Interlaken-Jungfrau und für seine sichere Zukunft.»
Ernst Meier, Präsident Verein ZEMI

zemi – Zentrum Mittengraben Interlaken

Wo? 

Der Standort

Die Parzelle 1522, im Eigentum der Gemeinde Unterseen, liegt nördlich der bestehenden Schulanlage Steindler und befindet sich in der für die Erfüllung öffentlicher Aufgaben vorgesehenen Zone für öffentliche Nutzung (ZöN). Das Grundstück bleibt aufgrund des noch abzuschliessenden Baurechtsvertrages im Eigentum der Einwohnergemeinde.

  • Das Projekt ist zonenkonform.

  • Das Projekt ist so optimiert, dass es wertvolle Baulandreserven für die Zukunft der Schule Unterseen bewahrt.

  • Im idealen Umfeld der Volksschule Unterseen kann der Neubau ZEMI mit den geplanten Schulgebäuden wertvolle Synergien nutzen, um ein Miteinander nach heutigen Erkenntnissen erfolgreich zu leben.

  • Dank umsichtiger Planung fügt sich das Projekt harmonisch in die gemischte Nachbarschaft mit Wohngebäuden und Schulnutzung ein.

«Unterseen kann den Schülerinnen und Schülern der besonderen Volksschule  ZEMI ein tragfähiges Umfeld und gute Perspektiven für die Zukunft ermöglichen.» 
Thomas Wegmann, Gemeindepräsident

Die bestehende Einfahrt in die Einstellhalle soll auch für das Neubauprojekt genutzt werden.

Was? 

Das Projekt

Die besondere Volksschule 

Das Neubauprojekt ist eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Volksschulangebot in der Region und entspricht den Bedürfnissen und Anforderungen der Schülerinnen und Schüler des ZEMI.
Die Schüler:innen gehen im geplanten Neubauprojekt mit Tagesstruktur zur Schule. Es finden keine Übernachtungen und kein Wochenendbetrieb statt.

Das Projekt verbindet:

Teilbereiche Nutzung Schule SteindlerNutzung ZEMI
Schulhaus für 11 Klassen-JA
Tageschule -JA
Räumlichkeiten für Anlässe und SpezialangeboteJAJA
VerpflegungJAJA
Attraktive Aussenräume -JA
Zufahrt für Sammeltaxis-JA
Einstellhalle (Zufahrt) JAJA
     

Das Projekt sichert weiterhin folgende Optionen:

     
  • Ausbau für die Volksschule

  • Platz für Turn- und Sportinfrastruktur

Das Projekt fokussiert:

  • Schulbetrieb – in den neuen Gebäuden wird nicht gewohnt oder geschlafen

  • Schule zu Schule – die Nutzung wertvoller Synergien

  • Schulbetrieb für besondere Bedürfnisse, parallel zur regulären Volksschule Steindler

  • Die neuen Gebäude sehen keine Werkstätten vor

  • Das Neubauprojekt konzentriert sich auf den Schulbetrieb für besondere Bedürfnisse, parallel zur regulären Schule Steindler.

Das Projekt ist durchdacht:
Der Neubau zeichnet sich durch eine klare und zurückhaltende Architektur aus, der sich angemessen in das bestehende Wohnquartier einfügt. Für die Tragkonstruktion und die Fassadengestaltung wird einheimisches Holz verwendet. Flexible Raumkonzepte ermöglichen vielfältige Lernformen. Durch natürliche Materialien und eine warme Farbgestaltung entsteht ein Lernort, in dem sich Kinder gerne aufhalten und sich wohl fühlen.
Der geplante Holzbau ermöglicht eine um rund einen Drittel kürzere Bauzeit, verursacht weniger Lärm und Baustellenverkehr.
Architekten:  Schweyer + Marti AG, Wichtrach (auf besondere Volksschulen spezialisiertes Architekturbüro)

Die Tagesschule

Die Besondere Volksschule ZEMI führt für ihre Schüler:innen auch ein Tagesschulangebot mit entsprechenden Verpflegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Die geplante Gastronomie-Infrastruktur wird eine wertvolle Synergiennutzung für die Schulanlage Steindler darstellen, um den eigenen Bedarf zu entlasten.

 

«Schule zu Schule – Ein besonders Volksschulangebot für die Region ist wichtig. Ein Mehrwert wird sicherlich in der gegenseitigen Nutzung von Räumlichkeiten sein. Insbesondere für die Tagesschule kann eine gemeinsame Nutzung von Küche und der Nutzung des Raumes im Neubau ZEMI viele der aktuellen Probleme über die Mittagszeit lösen.»
Jürg Wittwer & Matthias Zürcher, Schulleitung Schule Unterseen

 

Visualisierungen

© Schweyer + Marti AG

Wer? 

Trägerschaft und Partner

Das Zentrum Mittengraben ZEMI ist ein Verein und widmet sich dem Ziel,  Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder Mehrfachbehinderungen eine angemessene und qualifizierte Schulung, Betreuung sowie Förderung ihrer Entwicklung zu bieten. Zu diesem Zweck betreibt das ZEMI speziell auf diese Zielgruppen zugeschnittene Einrichtungen für Schulung, Arbeit, Beschäftigung und Wohnen.

Weitere Fakten zum ZEMI

  • Gegründet 1960

  • Die Mitglieder setzen sich aus Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen sowie Gemeinden des Berner Oberlandes zusammen. Jedermann kann Mitglied werden.

  • Kinder ab 4 Jahren erhalten ein förderorientiertes Schulprogramm nach Grundlagen des kantonalen Lehrplans 21

  • Erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung erhalten Arbeitsplätze in der Werkstatt und Wohnangebote. Das Neubauproiekt in Unterseen sieht nur Ausbildung, ohne Arbeiten und Wohnen vor.

  • Rund 170 Mitarbeitende

  • Die operative Leitung unterliegt der Geschäftsleitung ZEMI

Finanzierung durch regionale Geldgeber

Muss eine Trägerschaft (hier Verein Zentrum Mittengraben ZEMI) im Kanton Bern für das besondere Volksschulangebot neu bauen oder eine Liegenschaft erwerben, trägt sie die Investitionskosten grundsätzlich selbst.

Voraussetzung für ein Bauvorhaben ist, dass der Bedarf vom Kanton anerkannt und das Angebot bewilligt wird, da die Schule Teil der kantonalen Angebotsplanung ist. Nach der Inbetriebnahme des Schulbetriebs werden die raumbezogenen Kosten indirekt über eine Immobilienpauschale abgegolten, welche im Rahmen der Leistungsvereinbarung ausgerichtet wird und zur Deckung von Nutzung, Unterhalt und Betrieb der Infrastruktur dient. Damit refinanziert die Trägerschaft ihre Immobilie langfristig, ohne dass der Kanton Eigentümer wird oder Baukosten übernimmt.

Für die Finanzierung des Neubauprojektes baut das ZEMI auf das System einer Public-Private-Partnership (öffentlich-private Partnerschaft).
Bauherrin wird die BSV Oberland Ost AG (in Gründung) mit namhaften regionalen Geldgebern und Beteiligung der Trägerschaft.

Dave Sieger, Schulleiter ZEMI

«Bildung und gemeinsames Erleben für die individuelle Entwicklung ist ein zentrales Element unserer besonderen Volksschule.»
Dave Sieger, Schulleiter ZEMI

zemi – Zentrum Mittengraben Interlaken

Wann? 

Der Zeitplan

Planung und Projektierung der neuen besonderen Volksschule sind fortgeschritten. Weitere Planungsschritte unter Mitwirkung der Öffentlichkeit sind notwendig:

Fortschritte Zeitpunkt
Projektplanung Aktuell
Informationsanlass für die Bevölkerung und interessierte Kreise in der Aula Oberstufenschulhaus Steindler, Unterseen30. April 2026
Gemeindeversammlung mit Entscheid Landabgabe im Baurecht7. Sept 2026
Frühestmöglicher Baubeginn2027
Frühestmöglicher Schulbeginn 2028

Zum Wohle der Kinder hoffen wir auf eine breite Akzeptanz und gute Fortschritte im Rahmen des ordentlichen Verfahrens.

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Haben Sie Fragen?

Häufig gestellte Fragen und die Antworten dazu sehen Sie gleich hier:

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Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Auf Wunsch und nach Voranmeldung auch gerne im persönlichen Gespräch:

Medienstimmen

Q&A

Häufig gestellte Fragen

Die folgenden häufig gestellten Fragen geben Ihnen gerne einen weiteren Einblick in das Projekt, die Rahmenbedingungen und die Planungsschritte:

1. Was für Schüler gehen in die besondere Volksschule des Zentrum Mittengraben (ZEMI)?
Kinder ab 4 bis maximal 20 Jahren mit besonderem Bildungsbedarf, resp. körperlichen und kognitiven Einschränkungen erhalten an der besonderen Volksschule eine angemessene und qualifizierte Schulbildung, ergänzt mit qualifizierten Angeboten zur Betreuung sowie Förderung ihrer Entwicklung.

2. Weshalb benötigen diese Schüler ein neues Schulhaus?
Das bestehende Schulhaus an der Mittengrabenstrasse in Interlaken ist stark veraltet und viel zu klein. Es kann die steigenden Bedürfnisse und Anforderungen des Kantons Bern zunehmend nicht mehr erfüllen.
Die Anzahl Kinder mit zusätzlichem Betreuungs- und Förderbedarf steigt kontinuierlich. Das ist ein Phänomen der Wissenschaft, das noch nicht geklärt ist. Ein weiterer Grund ist, dass das derzeitige integrative Konzept an den regulären Volksschulen zunehmend unter Druck ist, weil es nicht allen Niveaus der Schulpflichtigen angemessen gerecht werden kann.

3. Weshalb baut der Verein Zentrum Mittengraben nicht am bestehenden Standort ihrer Schule an der Mittengrabenstrasse Interlaken?
Die Schulanlage an der Mittengrabenstrasse ist stark veraltet und wird dem heutigen Bedarf nicht mehr gerecht. Sie verfügt lediglich über 3 Schulzimmer, weiterer Unterricht muss bereits in ungeeigneten Räumen stattfinden. Dieses Grundstück bietet zudem durch die angrenzende Strasse und Wohngebiete und mangels Landreserven nicht die notwendigen Ausbaumöglichkeiten, um dem steigenden Bedarf und der notwendigen Betreuung gerecht zu werden.

4. Wie gross wird das neue Schulhaus?
Für das Neubauprojekt ist ein Zweckbau vorgesehen, in dem 11 Klassen (mit rund 70 Kindern) ein gutes Umfeld für ihre Schulbildung erhalten werden. Die Klassengrössen sind durch den erhöhten Betreuungsbedarf viel kleiner als in Klassen der regulären Volksschule. Dazu wird mit rund 50 Lehrpersonen gearbeitet. Ergänzende Spezialangebote (wie Logopädie, Psychomotorik, Ergotherapie,  etc.) und eine Tagesschule runden das notwendige Schulangebot ab.

5. Welcher Anteil der Parzelle 1522 Stadtfeld/Steindlerstrasse wird für das neue Schulhaus beansprucht und wieviel davon wird noch übrigbleiben?
Für die besondere Volksschule mit seinem gesamten Angebot werden rund 42 % der Parzelle 1522 beansprucht; die restliche Fläche bleibt für öffentliche Bauten und Anlagen im Besitz der Einwohnergemeinde Unterseen reserviert.

6. Weshalb wurde der Standort auf der Parzelle von West nach Ost verschoben?
Die erste Planung sah einen Standort auf der Westseite der Parzelle 1522 vor. Die Einwohnergemeinde Unterseen verfügte die Verschiebung auf die Ostseite, damit die neuen Gebäude eine Linie mit den bestehenden Bauten der Schulanlage Steindler bilden können und die neue Schule harmonischer in die Umgebung einfügt. 

7.  Welche Bauart ist vorgesehen?
Das neue Schulhaus wird ein funktionaler Bau, mit Konzentration auf das Nötige und ausgerichtet auf die vom Kanton Bern vorgegebenen Rahmenbedingungen für eine besondere Volksschule, d.h. mit Schulungs-, Verpflegungs- und Therapieräumen. Das Projekt sieht, wo immer möglich, einheimische und regionale Baupartner und Lieferanten vor. Geplant ist ein Holzbau mit regionalen Materialien mit den grossen Vorteilen einer um über 30 % kürzeren Bauzeit.

8. Auf welcher Trägerschaft ist der Verein Zentrum Mittengraben aufgebaut?
Das Zentrum Mittengraben ist als Verein organisiert mit einem Leistungsvertrag mit dem Kanton Bern. Der Verein setzt sich aus Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen zusammen. Jede Person kann Mitglied werden.

9. Wie finanziert sich die besondere Volksschule des Vereins ZEMI?
Das besondere Volksschulangebot im Kanton Bern wird gemeinsam vom Kanton und den Gemeinden finanziert. Die anrechenbaren Kosten werden im Rahmen des kantonalen Finanz- und Lastenausgleichs je zur Hälfte vom Kanton und von den Gemeinden getragen. Leistungsvereinbarungen regeln die Finanzierung zwischen dem Kanton und den Trägerschaften der besonderen Volksschulen. Diese Abgeltungen umfassen unter anderem die Kosten für Unterricht, pädagogische Unterstützung, Betreuung sowie Infrastruktur. Für die Nutzung und den Unterhalt der Schulräume wird eine Immobilienpauschale ausgerichtet, welche die raumbezogenen Kosten wie Miete, Unterhalt und Betrieb der Liegenschaften abdeckt.

10. Nach welchem System werden die Schüler mit besonderen Bedürfnissen ausgebildet?
Auch die ZEMI-Schulkinder gilt eine Schulpflicht und ein Schulrecht. Sie werden nach dem kantonalen Lehrplan 21 unterrichtet, angepasst auf ihre jeweiligen Bedürfnisse.

11. Weshalb soll das neue Schulhaus in Unterseen gebaut werden?
Auf dem Bödeli wurde eine professionelle Standortevaluation mit verschiedenen Möglichkeiten durchgeführt. Auf Initiative des damaligen Gemeinderates wurde auch die Option Parzelle 1522 Stadtfeld/Steindlerstrasse, zusammen mit den Verantwortlichen des ZEMI, als machbar eingestuft und anlässlich der Informationsveranstaltung vom 21. November 2024 vorgestellt. Der Gemeinderat zog dann das vorgesehene Beschluss fassende Traktandum der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2024 zurück, weil hinsichtlich des Neubauprojekts noch zu viele Fragen unbeantwortet waren. Der neue Gemeinderat hat zusammen mit den Verantwortlichen des ZEMI seit anfangs 2025 die offenen Fragen geklärt, so dass heute ein ausgereiftes Projekt vorliegt. Der Gemeinderat beabsichtigt, die erforderlichen Anträge der Gemeindeversammlung noch in diesem Jahr zu stellen.

12. Weshalb gibt es keine anderen Standorte auf dem Bödeli?
Aktueller Standort Mittengraben: 
Der Standort Mittengraben mit der Parzelle 1761 bietet durch die gegebenen Dimensionen nicht die notwendigen Ausbaumöglichkeiten für ein Schulhaus für 11 Klassen mit den entsprechenden Bedürfnissen, die vom Kanton Bern vorgegeben werden. Der Standort soll künftig für die notwendige Weiterentwicklung der Bereiche Arbeiten und Wohnen weiterentwickelt werden.
Standort kantonales Eigentum nähe Bildungszentrum bzi:
Der Kanton hat inzwischen seine Schulraumplanung für die Sekundarstufe II gemäss den neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik aktualisiert. Der mittelfristige Bedarf nach Schulraum ist gegeben. Aus diesem Grund hat sich das Amt für Grundstücke und Gebäude als Eigentümervertreter dafür entschieden, die Landreserven im Areal Mittengraben/Obere Bönigstrasse vorerst zu erhalten und diese für eine spätere Weiterentwicklung der kantonalen Schulen zu reservieren. Ein Neubau zum jetzigen Zeitpunkt ist aus Gründen der Priorisierung für den Kanton nicht machbar. Ein Neubau des ZEMI auf dem Areal würde die nötige spätere Weiterentwicklung verhindern oder zumindest erschweren. (Quelle: Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern, 2025)

13. Mit welchen Emissionen ist beim Betrieb der neuen Schule zu rechnen?
Die besondere Volksschule wird grundsätzlich keine anderen Emissionen verursachen als die Schule Steindler. Die besondere Volksschule ZEMI arbeitet mit regulärem Schulbetrieb von Montag bis Freitag, ohne Wochenende und mit gleichen Ferienzeiten wie die Schule Steindler.
Im neuen Schulhaus finden ausschliesslich Lernunterricht und Mittagsverpflegung statt, d.h. kein Wohnen, kein Schlafen und keine Werkstätten. Diese Angebote werden auch künftig an den weiteren Standorten des ZEMI angeboten. Die Kinder benutzen die Aussenräume als Pausenplatz. Die Kinder des ZEMI werden mit Sammeltaxis zum Schulhaus gebracht, nicht in einzelnen Elterntaxis. Die Zufahrt ist über die Steindlerstrasse vorgesehen, wie die Zufahrt zur Schulanlage Steindler. Die Schulzeiten werden von Montag-Freitag für ein gutes Mit- und Nebeneinander später angesetzt als die normale Volksschule.

14. Übernimmt der Kanton Bern die Kosten des Neubaus?
Der Kanton baut keine besonderen Volksschulen und wird nicht Eigentümerin. Muss eine Trägerschaft im Kanton Bern für das besondere Volksschulangebot neu bauen oder eine Liegenschaft erwerben, trägt sie die Investitionskosten grundsätzlich selbst. Voraussetzung für ein Bauvorhaben ist jedoch, dass der Bedarf vom Kanton anerkannt und das Angebot bewilligt wird, da die Schule Teil der kantonalen Angebotsplanung ist. Nach der Inbetriebnahme des Schulbetriebs werden die raumbezogenen Kosten indirekt über die Immobilienpauschale abgegolten, welche im Rahmen der Leistungsvereinbarung ausgerichtet wird und zur Deckung von Nutzung, Unterhalt und Betrieb der Infrastruktur dient. Damit refinanziert die Trägerschaft ihre Immobilie langfristig, ohne dass der Kanton Eigentümer wird oder Baukosten übernimmt.

15. Wer sind die Geldgeber?
Muss eine Trägerschaft (hier Verein Zentrum Mittengraben ZEMI) im Kanton Bern für das besondere Volksschulangebot neu bauen oder eine Liegenschaft erwerben, trägt sie die Investitionskosten grundsätzlich selbst. Der Verein ZEMI baut auf das Modell einer Private-Public-Partnership PPP (private-öffentliche Kooperation) mit starker regionaler Beteiligung. Bauherrin wird die «BVS Oberland Ost AG (in Gründung)» mit namhaften regionalen Geldgebern und Beteiligung der Trägerschaft.
Es ist gelungen, für das Vorhaben regionale Geldgeber zu finden. Die folgenden Unternehmen sind an der BVS Oberland Ost AG beteiligt:  Wenger Holzbau AG Unterseen, Gerber + Troxler Bau AG Interlaken und U. Hauenstein Heizung/Lüftung/Sanitär Steffisburg.

16. Investiert die Einwohnergemeinde Unterseen auch in das neue Schulhaus?

Der Einwohnergemeinde Unterseen kommt als Grundstückeigentümerin und Baurechtsgeberin beim Neubauprojekt eine Schlüsselrolle zu. Sie bleibt Eigentümerin des Bodens, verzichtet aber während der Vertragsdauer auf die eigene Nutzung. Als Gegenleistung erhält sie einen adäquaten Baurechtszins, der regelmässig zu zahlen ist. Für den Baurechtszins wurde ein externes Gutachten erstellt, er wird auf die Gemeindeversammlung Unterseen vom 7. September 2026 bekanntgegeben.

17. Schule zu Schule. Wie profitiert die Schulanlage Steindler vom Schulhausneubau?
Mit dem direkt angrenzenden Neubauprojekt bei der Schulanlage Steindler bieten sich der regulären Volksschule wertvolle Synergiemöglichkeiten:

  • zusätzliche Kapazitäten für die Verpflegung in der schuleigenen Tagesschule – ohne eigene Investitionen

  • wertvolle ergänzende Spezialprogramm- und Therapieangebote für Kinder der Volksschule  (zunehmender Bedarf)

  • weitere Räumlichkeiten zur zeitweisen Nutzung für Anlässe und Spezialprogramme

18. Verkehrsaufkommen
Es wird unumgänglich sein, dass das neue Schulhaus zusätzliche Verkehrsbewegungen auslöst. Im grossen Unterschied zur Volksschule kommen die Kinder der besonderen Volksschule nicht mit Elterntaxis, sondern mit Sammeltaxis in die Schule, was die regelmässige Anzahl Fahrzeugbewegungen wesentlich reduziert. Für die Anfahrten werden die zuverlässigsten Routen gewählt, da der Durchgang durch das Zentrum oft erschwert ist. 
Der tägliche Schulbeginn wird auf den Schulbetrieb Steindler abgestimmt, d.h. dass die Besondere Volkschule um 08.30 Uhr beginnen wird, die Volksschule grossmehrheitlich um 07.40 Uhr.
Für die rund 50 Lehrpersonen stehen rund 20 Parkplätze in der Einstellhalle zur Verfügung. Viele kommen mit dem öffentlichen Verkehr oder mit Fahrrädern. Sie reisen frühzeitig vor Schulbeginn an.

19. Welche Nutzung ist für die verbleibenden Baulandreserven auf der Parzelle nördlich der Schulanlage Steindler geplant?
Der nicht genutzte Anteil der Parzelle 1522, mehr als eine Hälfte, in der Zone für öffentliche Nutzung (ZöN) steht weiterhin für öffentliche Bauten und Anlagen zur Verfügung. Über die Nutzung verfügt die Grundstückeigentümerin Einwohnergemeinde Unterseen.

20. Zum Neubauprojekt Besondere Volksschule ZEMI ist eine Gemeindeversammlung geplant. Worüber können da die Stimmberechtigten abstimmen?
Die Gemeindeversammlung Unterseen mit dem Traktandum «Baurecht Parzelle 1522 / Neubauprojekt Besondere Volksschule» ist für Montag, 7. September 2026, 20.00 Uhr in der Aula Oberstufenschulhaus Unterseen vorgesehen. Die Stimmbürger von Unterseen haben zu entscheiden, ob der Gemeinderat betreffend die Parzelle 1522 Stadtfeld/Steindlerstrasse die Kompetenz erhält, ein Rechtsgeschäft (Baurechtsvertrag) abzuschliessen.

21. Was passiert mit der besonderen Volksschule ZEMI, wenn das Neubauprojekt in Unterseen nicht realisiert werden kann?
Der Schulbetrieb an der Mittengrabenstrasse wird noch so lange als möglich aufrechterhalten, aber es könnte notwendig werden, dass nicht mehr alle Kinder mit besonderen Bedürfnissen in die besondere Volksschule aufgenommen werden könnten. Das hätte zur Folge, dass einige betroffene Familien der Region ihre Kinder täglich nach Meiringen, Spiez oder Thun bringen müssten. Dazu kommt, dass der Schulbetrieb künftig immer stärker unter erschwerten Bedingungen abgehalten werden müsste. Es stehen derzeit in der Region keine Standortalternativen zur Verfügung.

22. Braucht das neue Schulhaus eine eigene Tagesschule, wenn schon die Schule Steindler über eine Tagesschule verfügt?
Die bestehende Tagesschule Steindler könnte die zusätzlichen Kinder mangels ausreichender Kapazität nicht übernehmen. Gesellschaftlich bedingt, wird weiter von steigender Nachfrage in der Tagesschule Steindler ausgegangen, was die aktuellen Kapazitäten v.a. währender Mittagszeit oft an seine Grenzen bringt. Da bietet das geplante neue Angebot in der Besonderen Volksschule willkommene Kooperationsmöglichkeiten, um das ohne eigene  Ausbauinvestitionen anfallen würden.

23. Weshalb wird das Projekt von einem Architekturbüro aus Wichtrach begleitet?
Für Spezialbauten dieser Art braucht es Fachwissen, um die abweichenden Bedürfnisse zu decken und Kosten verträglich zu halten. Schweyer + Marti bringen viel Erfahrung in der Planung und Umsetzung von Besonderen Volksschulen mit, wie der Nathalie Stiftung, etc.

24. Wie profitiert die Gemeinde Unterseen?
Die eigenen Schülerzahlen sind aktuell rückläufig. Die Baulandreserve für den Zweck Schule kann aktiv und sinnvoll genutzt werden. Sollte der eigene Bedarf wieder steigen, stehen immer noch 58 % der Baulandreserve zur Verfügung. Die Abgabe im Baurecht generiert Einnahmen für die Gemeinde Unterseen.
Die Zusammenarbeit mit der Schule Steindler schafft Möglichkeiten für ergänzende Therapie- und Sonderprogramme und stärkt das eigene Tagesschul-Angebot für alle Eltern mittel- und langfristig, ohne eigene Investitionen.
Unterseen hilft mit rund 70 betroffene Familien in Oberland Ost wertvoll zu entlasten und leistet einen wichtigen Beitrag an den Zusammenhalt der Bödeli- und Regionsgemeinden.

Informationsstand: 5. Mai 2026

In Absprache mit der Einwohnergemeinde Unterseen

Neubauprojekt zemi – Zentrum Mittengraben Interlaken

Nordansicht ab Stadtfeldstrasse